Britské listy · co psal za 24 h → · 23. 5. 2026 10:00
Wie Gaza Deutschlands 'Nie wieder' - Mythos aufdeckt
Uwe Ladwig: Ich erlaube mir, Sie auf einen meines Erachtens hochinteressanten Artikel des deutsch-französischen Ökonomen Frédéric Schneider hinzuweisen, der Senior Fellow beim Middle East Council on Global Affairs ist und dessen Forschungsinteressen insbesondere westasiatische politische Ökonomie, insbesondere den wirtschaftlichen Übergang nach dem Öl im GCC, einschließlich Industriepolitik, Arbeitspolitik, Wissensökonomie und Klimawandel umfassen. Hier befindet sich eine grob korrigierte automatische Übersetzung des Originals ins Deutsche: How Gaza is exposing Germany’s ‘never again’ myth – Mondoweiss Deutschlands bedingungslose Unterstützung für Israel war ein einfacher Weg, unsere brutale Vergangenheit nicht zu hinterfragen. Das kolossale Gewicht des andauernden Völkermords in Gaza erschlägt unsere oberflächlichen Mythen und zwingt uns, unsere historische Dogmatik neu zu überdenken.Von Frédéric Schneider am 18. Mai 2026 Wir Deutschen leben in einer Realität, die von unserer genozidalen Geschichte geprägt ist. Doch während die nationale Erzählung von der "kollektiven Schuld" für den Holocaust allgegenwärtig ist, entlarvt die deutsche Lebenserfahrung dies eher als Mythos als Realität. Mit unserer performativen "Gedenkkultur" instrumentalisieren wir den Holocaust, um uns von unserer Vergangenheit zu distanzieren, von unseren aktuellen rechtsextremen Problemen abzulenken und uns als Verfechter der Moral neu zu positionieren. Ein zentraler Teil der Gestaltung unseres eigennützigen Images, unseres "Völkermord-Hybris", ist unsere derzeitige bedingungslose Unterstützung israelischer Kriegsverbrechen – ein Hybris, der unter der Last unserer Mitschuld am Völkermord in Gaza zerbrochen ist.